Wie viele von euch, bin ich Linkshänder. Das ist erstmal nichtsBesonderes oder doch? Schätzungsweise 10-15% der deutschen Bevölkerung sind Linkshänder. Damit gehört man eigentlich zu einer Minderheit. Allerdings ist dabei noch nicht berücksichtigt worden, dass viele Linkshänder sich nicht als solche bezeichnen, da sie als Kinder auf rechts umgelernt wurden und zwar nicht nur beim Schreiben. Viele von diesen umgelernten Menschen sagen, dass sie eigentlich Linkshänder sind, aber jetzt halt Rechtshänder. Andere bezeichnen sich als Beidhänder, weil sie vieles mit beiden Händen gleich gut können oder vieles mit links machen, außer die Sachen, die ihnen in der Kindheit mit rechts anerzogen wurden. Und dann soll es auch noch Linkshänder geben, die so früh und so gründlich umerzogen worden sind, dass sie alles wie Rechtshänder machen. Wie viele Menschen das letztendlich betrifft ist nicht bekannt. Manche vermuten, dass es eigentlich 30-50% Linkshänder geben müsste. Meiner Meinung nach ist die Zahl nicht so hoch, denn ich glaube nicht, dass sich die Mehrzahl umschulen ließe, das ist eher die Minderheit.Ich gehöre auch zu dieser Gruppe der Umgeschulten. In diesem Blog möchteich euch meine Geschichte erzählen. Vielleicht gibt es ja dem ein oder anderen von euch, der auch umgeschult wurde, etwas Mut bei oder zur Rückschulung oder inspiriert eingefleischte Beidhänder mal darüber nachzudenken, ob sie wirklich beidhändig sind. Was mich besonders freuen würde, wenn ich mit meiner Geschichte ein Bewusstsein dafür schaffen kann, wie bedeutend eine Umschulung der Händigkeit für einen Menschen sein kann, in der Hoffnung, dass Eltern darauf achten ihre Kinder nicht versehentlich umzuerziehen.
Montag, 14. November 2011
Einleitung
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Hallo, liebe Vampirette,
AntwortenLöschender Anteil der Linkshänder lässt sich bislang wirklich nicht genau orten, weil eben viele umgeschult sind, davon nichts wissen und sich für Rechtshänder halten. So ging es mir und vielen anderen "ULH" lange auch - bis wir dann über Umwege, vage Erinnerungen, Eigenbeobachtungen, Händigkeitstests usw. (ausgelöst durch vielerlei Umschulungsfolgen) auf unsere Linkshändigkeit kamen. Nachdem was ich bisher mitbekommemn habe, im Umfeld beobachte, lese, usw., wurden viele Linkshänder umgeschult, fast alle (also eher die Mehrzahl), die, die es früher noch un-umgeschult in die Schulen schafften, wurden spätestens dort umgeschult und mussten mit rechts schreiben, malen, musizieren, Sport machen usw. - das ist noch gar nicht lange her und es war dann eher die Minderzahl, die "durchkam" mit links. Auch heute passiert es noch so oft, dass die Umschulung bei ganz kleinen Kindern durch Nachahmung des anscheinend mehrheitlich rechtshändigen Umfeldes erfolgt oder das Umfeld die sich entwickelnde Linkshändigkeit "übergeht" oder selbst dann nicht für möglich hält, wenn es sie deutlich vor Augen hat. Das sind z. T. Beobachtungen aus meinem nächsten Umfeld und ich bin nicht die Einzige, die das sieht... Die kleinen Kinder haben in solchen Situationen gar keine echte Chance "sich nicht umschulen zu lassen", sie wissen doch gar nicht, was da passiert und das Umfeld leider oft auch nicht, es ist auch nicht ihre (der Kinder) bzw. unsere "Schuld", dass wir umgeschult wurden oder uns "umschulen ließen", das sind stete schleichende Prozesse im Alltag und passiert ja selten durch eine einzige "bewusste Aktion". Durch viel zähe Aufklärungsarbeit, immer mehr Literatur und steigendes Bewusstsein ist der Anteil von Kindern in Schulklassen z. T. schon auf bis zu 20-25 Prozent angestiegen, siehe z. B. im Buch von Dr. Sattler "Der umgeschulte LH oder der Knoten im Gehirn" oder "Einfach links schreiben" von Judith Bremer usw., wo diese Zahlen genannt werden. Es ist noch ein langer Weg, schön, dass wir ihn jetzt auch "mittels Blogs" gehen können, steter Tropfen höhlt den Stein :-),
ganz herzliche Grüsse von scorpion http://goleft.over-blog.de/